Wir zeigen dir die besten Fotospots in Düsseldorf. Von den ikonischen Gebäuden von Frank Gehry im MedienHafen über Rheinblicke und viel Grün bis hin zu rauem urbanen Flair, Düsseldorf bietet einzigartige Motive. Zu jedem Spot bekommst du eine kurze Orientierung, wann du am besten hingehst (Licht und Timing) und welche Perspektive sich lohnt. So hast du in kurzer Zeit 10 Locations mit vielen spannenden Fotomotiven,

1. Fotospot Düsseldorf: Medienhafen

Der Medienhafen gehört zu Düsseldorfs beliebtesten Fotomotiven. Am stärksten wirkt er am Abend, wenn kurz nach Sonnenuntergang die Lichter angehen und sich alles im Hafenbecken spiegelt.

Starte am Neuen Zollhof bei den drei Gehry-Bauten. Geh einmal ganz nah ran für Details, dann ein paar Schritte zurück und leicht von unten, damit die schiefen Linien wirken. Danach zur Marina: Boote vorne, Gebäude hinten, so bekommst du Tiefe ins Bild. Zum Schluss gehst du auf die Brücke über das Becken oder zur freien Terrasse beim Hyatt Regency Düsseldorf, dort hast du Rhein, Rheinturm und Skyline in einem Blick.

Ein kurzer Schlenker zum Stadttor und Richtung Landtag Nordrhein-Westfalen lohnt sich, weil Glas und Symmetrie dort besonders sauber aussehen. Von hier siehst du auch die Rheinkniebrücke. Und wenn du schon in der Nähe bist, kannst du auch gleich einen Abstecher zum Paradiesstrand machen.

📍 Medienhafen
Zollhof
40219 Düsseldorf

2. Fotospot Düsseldorf: Linksrheinische Motive

Wenn du vom Medienhafen zur Rheinkniebrücke läufst, nimm den Übergang als eigenes Foto mit. Stell dich ungefähr mittig hin und nutze Streben und Seile als Rahmen, dazu Rhein im Vordergrund und die Skyline dahinter. Am besten klappt das am späten Nachmittag bis zur Blauen Stunde, wenn der Himmel noch Farbe hat.

Drüben in Oberkassel wird es ruhiger und ein bisschen schicker, hier wohnen eher die Wohlbetuchten mit teils prunkvollen Häusern. Für das klassischste Motiv gehst du an die Rheinwiesen Oberkassel oder zur Rheinallee Düsseldorf und setzt Wasser als Vordergrund, dann wirkt der Rheinturm größer. Für Porträts funktionieren die Altbaustraßen im Viertel mit Türen, Erkern und Balkonen.

Wenn du noch Abwechslung willst, geh nach Heerdt zum Areal Böhler für Hallen, Stahl und klare Linien, gut bei Wolken. In Niederkassel bringt das EKO Haus der japanischen Kultur mit Garten und Tempelatmosphäre Ruhe ins Bild. Und wenn Zeit ist, weiter nach Lörick für weite Wiesen und bei Wind Kitesurfer vor der Skyline. Wenn du richtig Strecke machen willst, kannst du von der Rheinkniebrücke aus am linksrheinischen Ufer durch Oberkassel, Niederkassel, Lörick und Heerdt bis zur Theodor-Heuss-Brücke weiterlaufen.

📍 Oberkassel
Kaiser-Wilhelm-Ring
40545 Düsseldorf

3. Fotospot Düsseldorf: Die Altstadt

Düsseldorf Rathaus

Wenn du vom Rhein aus nach rechts in die Altstadt Düsseldorf gehst, bekommst du auf wenigen Metern richtig viele Motive. Bleib erst kurz an der Rheinuferpromenade Düsseldorf stehen und dreh dich bewusst mal um. Von hier aus kannst du mit etwas Abstand den Medienhafen und gegenüber Oberkassel schön ins Bild holen, am besten am späten Nachmittag bis zur Blauen Stunde, wenn die Lichter langsam angehen.

Dann rüber zum Schlossturm Düsseldorf am Burgplatz, da funktionieren szenische Fotos fast von allein. Für ruhigere, sehr schöne Motive geh zu St. Lambertus, dem Rathaus oder zur Andreaskirche Düsseldorf und nimm dir kurz Zeit für Details, vor allem wenn du nach oben schaust, weil Fassaden, Figuren und Fenster oft mehr hergeben als das, was auf Augenhöhe passiert. Und wenn du den Altstadt Abend auch als Szene mitnehmen willst, sind die Brauhäuser von Uerige, Schlüssel oder Füchschen und ihr Altbier neben anderen perfekte Motive, besonders wenn es dunkel wird und das Licht warm wirkt. Wenn du das Ganze lieber auf einer Stadtführung oder Brauhaustour erleben willst, passt hier eine Tour von Deine-Düsseldorf-Tour.

Neben unzähligen anderen fotowürdigen Orten liegen auch  das Stadterhebungsmonument und das Ratinger Tor zentral in der Altstadt. Aber an der "längsten Theke der Welt", wie die Altstadt im Volksmund genannt wird, gibt es einiges zu entdecken und natürlich zu fotografieren.

📍 Rheintreppe
Rheintreppe
40213 Düsseldorf

4. Fotospot Düsseldorf: Die Parks

Botanischer Garten in Düsseldorf

Düsseldorf gilt nicht umsonst als Gartenstadt. Direkt an die Altstadt grenzt der Hofgarten, Deutschlands erster Volksgarten, später geprägt von Maximilian Weyhe und mit klassizistischen Bauten wie Schloss Jägerhof und dem Hofgärtnerhaus als Kulisse. Nimm dir als Motive das Kriegerdenkmal auf der Landskrone und den Napoleonsberg, dort kannst du mit Wegen, Wasser und viel Grün arbeiten, ohne dass es sofort nach Touri-Foto aussieht. Und auch Napoleon hat hier seine Spuren hinterlassen, denn mit seinem Verschönerungsdekret wurde die Erweiterung des Hofgartens politisch angeschoben. Am besten ist weiches Licht am Morgen oder später am Nachmittag, dann wirken Bäume und Wiesen nicht so hart.

Wenn du auf einer Route bleiben willst, geh einfach durch den Hofgarten weiter, bis du an der Königsallee ankommst. Und wenn du Lust auf mehr Parks hast, sind auch der Volksgarten im Südpark, der Nordpark, der Zoopark und der kleine Florapark in Unterbilk gute Optionen, je nachdem wie weit du raus willst. In den Parks kannst du mit etwas Glück auch Tiere fotografieren, Enten, Schwäne, Gänse oder Eichhörnchen sind oft dabei, manchmal sogar ein Reiher am Wasser. Und natürlich gibt es auch einen beeindruckenden botanischen Garten an der Heinrich-Heine-Universität, falls exotische Pflanzen eher deinem Gusto entsprechen.

📍 Hofgarten Düsseldorf
Hofgartenstraße
40479 Düsseldorf

5. Fotospot Düsseldorf: Die Königsallee

Königsallee Düsseldorf

Wenn du durch den Hofgarten gehst, siehst du einen großen angelegten Teich: die Landskrone. Stell dich ans Ufer und nimm das Gewässer als Vordergrund, dann wirken die geschwungenen Linien gleich viel größer, besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht flacher wird und sich Licht im Wasser spiegelt. Von hier aus läufst du fast automatisch auf die Königsallee. Hier zeigt sich schon, dass am Klischee vom reichen Düsseldorf ein bisschen was dran ist. Die Allee gilt als breiteste Straße Deutschlands. Am schönsten fotografierst du sie von einer der Brücken über den Graben, weil du Spiegelungen, Bäume und diese typische Kö-Tiefe in einem Bild hast. Morgens wirkt es cleaner und leerer, abends bekommst du mehr Leben und warme Lichter, vor allem in den Schaufenstern. Als kleinen Seitenhieb an unsere Freunde aus Köln kann man noch erwähnen, dass Konrad Adenauer als ehemaliger Kölner Oberbürgermeister beim Anblick der Kö nicht ganz ohne Neid war.

Von dort ist es nur ein paar Schritte zum Gustav-Gründgens-Platz und zum Düsseldorfer Schauspielhaus, das mit seiner hellen, runden Form super dankbar ist, sobald es leicht bewölkt ist oder die Blaue Stunde startet. Der Kö-Bogen II mit dem begrünten Dach und das Dreischeibenhaus bieten eine beeindruckende Kulisse.

📍 Königsallee
Königsallee
40215 Düsseldorf

6. Fotospot Düsseldorf: Das Ständehaus

Düsseldorf Ständehaus

Wenn du der Königsallee einfach weiter folgst, landest du fast automatisch am Ständehaus. Außen wirkt das Gebäude mit seiner klaren Form und den großen Fensterflächen besonders gut, wenn das Licht weich ist oder der Himmel leicht bewölkt ist. Geh ein paar Schritte in den Park rund ums Haus, dann bekommst du das Ständehaus mit viel Grün als Rahmen ins Bild, und mit etwas Glück auch Spiegelungen in den Wasserflächen. Am besten fotografierst du es von der rechten Seeseite aus, dort bei den drei Bänken – so nutzt du Wasser und Grün als Vordergrund und das Gebäude wirkt im Hintergrund gleich viel ruhiger und beeindruckender.

Drinnen lohnt es sich ebenfalls, vor allem für moderne, grafische Bilder mit Linien, Licht und Raumgefühl. Für private Zwecke darf man im K21 in der Regel fotografieren, aber je nach Ausstellung oder einzelnen Werken kann es Einschränkungen geben. Das gilt auch für andere Häuser wie K20 oder andere Museen, deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf die aktuellen Foto-Regeln vor Ort, bevor du losknipst.

📍 K21 Ständehaus
Ständehausstraße 1
40217 Düsseldorf

7. Fotospot Düsseldorf: Die Reichsgasse

Reichsgasse Düsseldorf

Unweit vom K21 lohnt sich ein kurzer Abstecher zur Reichsgasse. Die kleine Gasse wirkt fast wie ein versteckter Mini-Zeitsprung mitten in Unterbilk und ist perfekt, wenn du Fotos suchst, die nicht nach den üblichen Düsseldorf-Motiven aussehen. Stell dich ans Ende der Gasse und nimm die Perspektive so, dass die Häuserzeile in die Tiefe läuft, das gibt sofort Ruhe und Struktur ins Bild. Am besten klappt das bei weichem Licht am Morgen oder am späten Nachmittag. Und wenn du Details magst, schau nach Türen, Fassaden, Laternen und kleinen Ecken, die man im Vorbeigehen sonst übersieht.

📍 Reichsgasse
40217 Düsseldorf

8. Fotospot Düsseldorf: Die Lorettostraße

Düsseldorf Lorettostraße

Von der Reichsgasse brauchst du nur ein paar Minuten zu Fuß bis zur Lorettostraße, und du merkst sofort, dass hier ein anderer Takt läuft. Altbaufassaden, kleine Läden, Cafés, viel Bewegung säumen diese Straße. Also alles, was Streetfotografie spannend macht. Wenn du gern Details sammelst, lohnt es sich, bei den Cafés und kleinen Läden kurz langsamer zu gehen und nach Schildern, Plakaten, kleinen Auslagen und Spiegelungen in den Scheiben zu schauen. Dort steckt oft mehr Motiv drin, als man auf den ersten Blick denkt. Für urbane Lifestyle-Bilder reichen manchmal schon die Außentische, Schilder und Spiegelungen in den Scheiben. Und wenn du noch mehr Farbe willst, schau kurz in die Seitenstraßen rund um Neusser Straße und Bilker Allee.

📍 Lorettostraße
Lorettostraße
40219 Düsseldorf

9. Fotospot Düsseldorf: Flingern

Düsseldorf Kiefernstraße

In Flingern findest du auf engem Raum richtig viele Motive, deshalb lohnt es sich, den Stadtteil als Fotospot zu behandeln. Starte an der Kiefernstraße für Farbe, Graffiti und diesen leicht rohen Look, der nahtlos urbane Entwicklung und raue Realitäten verbindet. Schieße dort Fotos entlang der Straße in die Tiefe und dann noch ein paar Detailshots von Türen, Stickern und Fassaden. Danach gehst du rüber zur Birkenstraße, hier bekommst du das lebendige Flingern mit Schaufenstern, kleinen Läden, Cafés und dem geballten Leben. Die Straße ist perfekt für spontane Momentaufnahmen und Spiegelungen in den Scheiben.

Und wenn du es als Kontrast etwas rougher willst, mach noch einen Abstecher zum Heizkraftwerk in Flingern, dort funktionieren Industrie-Linien, Rohre und große Flächen besonders gut, gerade wenn der Himmel grau ist oder es schon dämmert. Generell gibt es in Flingern einige Ecken, die einen Stadtteil im Wandel zeigen. Wenn du danach noch Zeit hast, lohnt sich auch ein kurzer Blick in die Ackerstraße, Fichtenstraße, Lindenstraße oder Platanenstraße. Flingern hat diese anregende Kombination aus Gentrifizierung und einem klassischen Arbeiterviertel. Es lädt ein, auch einmal in die weniger bekannten Straßen zu gehen und dich etwas treiben zu lassen.

📍 Flingern
Birkenstraße
40233 Düsseldorf

10. Fotospot Düsseldorf: Hauptbahnhof

Düsseldorf Hauptbahnhof

Rund um den Düsseldorfer Hauptbahnhof bekommst du nochmal eine ganz andere Seite der Stadt, ein bisschen verrucht. Doch ist diese elegische Lebensrealität nicht ebenfalls fotografisch lohnenswert, weil sie den Betrachter zur Reflexion zwingt? Am Konrad-Adenauer-Platz hast du direkt Ankunftsgefühl: Bewegung, Taxis, S-Bahn, Menschen im Fluss – und mit dem KAP1 daneben auch einen modernen, cleanen Kontrast für Architektur und Linien. Der Gegensatz spiegelt sich auch in den Menschen wider. Vor einem Supermarkt treffen sich regelmäßig ökonomisch weniger wohl Situierte, teils mit schweren Problemlagen. Das Aufeinandertreffen dieser konträren Lebensrealitäten spiegelt sich symbolisch im Bahnhof: Hier prallen soziale Hilfsangebote und teure Restaurants aufeinander und versinnbildlichen, wie Bevölkerungsgruppen zusammen und doch getrennt leben.

Ein paar Minuten weiter liegt der Worringer Platz, der lange einen harten Ruf hatte und heute baulich verändert wurde. Gerade tagsüber kannst du dort lebendige Szenen einfangen, wenn du auf Abstand bleibst und eher mit Momenten arbeitest als mit Gesichtern. Dass du daher insbesondere hier beim Fotografieren aufpassen solltest, versteht sich von selbst. Die Nähe grundverschiedener Lebensentwürfe ist hier wohl am deutlichsten.

Wenn du auf die Rückseite des Bahnhofs gehst, landest du schnell in dem Bereich, den viele in Düsseldorf umgangssprachlich „Klein Maghreb“ nennen. Da funktionieren Farben, Auslagen, Schilder, Obstkisten und dieses dichte Straßenleben, am besten bei weichem Licht am Morgen oder späten Nachmittag. Und dann hast du in Laufweite noch ein komplett anderes Düsseldorf: „Little Tokyo“ rund um die Immermannstraße. Hier lohnen sich Schaufenster, Neon und Schriftzüge, die Warteschlangen vor den Läden. Eine derartige Straße ist in Deutschland einmalig, da Düsseldorf eine für europäische Verhältnisse große japanische Community hat. Falls dich das interessieren sollte, musst du auch unbedingt zum Japantag kommen.

Das ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt von der Vielschichtigkeit, die Düsseldorf zu bieten hat. Wenn du noch mehr Motive sammeln willst, lohnen sich auch Schloss Benrath, das Zooviertel rund um den Zoopark und als harter Kontrast die Hochhäuser und Industrieecken in Reisholz. Und wenn du schon beim Schloss bist, steig an der Haltestelle Schöne Aussicht aus – der Name hält ausnahmsweise, was er verspricht. Nimm den Guide als Startpunkt, lauf einfach drauflos und bau dir deine eigene Route. Viel Spaß beim Fotografieren.
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📍 Düsseldorf Hauptbahnhof
Konrad Adenauer Platz
40210 Düsseldorf